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Das Ortsamt als funktionaler Arm der Beiräte

Das Ortsamt West betreibt zusammen mit den ehrenamtlichen Beiräten aus Findorff, Walle und Gröpelingen kommunalpolitische Stadtteilarbeit bzw. lokale Politik und fungiert praktisch als Geschäftsstelle dieser Beiräte. Das Ortsamt West ist somit der "funktionale Arm" der Beiräte Findorff, Walle und Gröpelingen, da die Beiratsmitglieder im Gegensatz zu den Ortsamts-MitarbeiterInnen ehrenamtlich arbeiten und aufgrund ihrer eigenen Berufstätigkeit in der Mehrheit zeitlich sehr eingeschränkt sind. Grundlage der Arbeit der bremischen Ortsämter sowie der bremischen Beiräte ist das Ortsgesetz über Beiräte und Ortsämter vom 20.06.1989, geändert in der letzten Fassung am 02.02.2010.

Verbindendes Scharnier zwischen den Ebenen

Daneben fungiert das Ortsamt als Ansprechpartner für die BewohnerInnen und Einrichtungen des Bremer Westens und bildet auf diese Weise das Scharnier zwischen

  • den Menschen und Einrichtungen in den Stadtteilen und der Ortspolitik auf der einen Seite
  • und der Politik und den bremischen Behörden/Ämtern auf der anderen Seite

Alle Themen öffentlichen gesellschaftlichen Lebens

Das Ortsamt West und die Beiräte beschäftigen sich mit allen Themen, die von öffentlichem Interesse sind und einen Bezug zu ihrem jeweiligen Stadtteil haben. Also die ganze Bandbreite politischer Arbeitsfelder:

  • Bildung und Soziales
  • Verkehr, Häfen und Gewerbe
  • Stadtplanung und Umwelt
  • Gesundheit und Sport usw.

Dazu wird ein intensiver Kontakt zu den Einrichtungen des örtlichen Gemeinwesens gepflegt: Schulen, Kindertagesheime, Jugendfreizeitheime, Kirchen, Bürgerhäuser, Polizei und andere Institutionen, die im Stadtteil eine Rolle spielen. Natürlich lassen sich Ortsamt und Beiräte auch von Fachbehörden informieren. Das geschieht häufig in öffentlichen Beiratssitzungen, wo auch die BürgerInnen sich äußern können und deren Bedenken mit in die Entscheidungsfindung einbezogen werden. Ebenso geschieht dies in, seit Februar 2010 ebenfalls öffentlichen, regelmäßig stattfindenden Fachaussschusssitzungen in den Bereichen Bau, Soziales, Bildung, Häfen, Kultur.

Die "Geister" zusammen bringen

Wenn Sie Probleme und Sorgen, Ideen und Vorschläge, Einwändungen oder Beschwerden haben, die Themen öffentlichen Interesses und die Stadtteile Findorff, Walle oder Gröpelingen betreffen, so wenden Sie sich an uns. Wir versuchen

  • zu vermitteln
  • höheren Ortes vorzutragen
  • die "Geister" an einen Tisch zu bringen
  • Projekte und Ideen anzuschieben
  • politisch Einfluss zu nehmen
  • oder Sie einfach nur an die richtigen AnsprechpartnerInnen in den Behörden und Ämtern zu vermitteln

Nicht immer klappt alles, so wie wir uns das vorstellen. Häufig dauert ein Vorgang sehr lange. Manchmal braucht man dazu einen langen Atem. Manchmal haben wir wider Erwarten Erfolg, wo wir es nicht vermutet hätten. Das wiederum macht uns Mut für alle diejenigen Probleme, die uns manchmal unlösbar erscheinen.

Nur wenige Rechte

Das Problem bei den gelegentlichen Misserfolgen liegt daran, dass Ortsämter und Beiräte wenig wirkliche Rechte haben. Den Beiräten obliegt z.B. ganz unbestritten nur

  • die Vergabe der Globalmittel (Beiratsmittel)
  • sowie die Vergabe von Straßennamen.

Deshalb ist es für die Beiräte so immens wichtig, auf ihre Parteien und ParteigenossInnen Einfluss zu nehmen sowie für die Ortsämter den Kontakt zu den Abgeordneten und Bürgerschaftsfraktionen aufrecht zu erhalten, um an das jeweilige Ziel zum Wohle des Stadtteils zu gelangen. Auch der gute Kontakt zu den Medien spielt eine große Rolle; über sie kann im Sinne der BürgerInnen öffentlicher Druck erzeugt werden.