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9. November: Gedenken an der Rosenak-Stele

Beiratssprecherin Barbara Wulff bei der Gedenkfeier 2021

Auch in diesem Jahr ruft der Beirat Gröpelingen alle interessierten Bürger*innen auf, sich - wie seit Jahrzehnten üblich - an einer Mahnwache zum Gedenken an die Opfer der Reichspogromnacht vom 9. November 1938 zu beteiligen.
Die Mahnwache mit Kranzniederlegung findet am Mittwoch, 9. November 2022, um 17 Uhr statt.
Der Ort des Gedenkens ist bei der Rosenak-Stele vor dem ehemaligen jüdischen Altersheim an der Gröpelinger Heerstraße/Ecke Morgenlandstraße.
Vorgesehen sind Redebeiträge des Gröpelinger Beirates und der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Auch konnten - wie im letzten Jahr - wieder Schüler*innen der Gesamtschule West gewonnen werden, die sich an der Gedenkveranstaltung beteiligen.

Neugestalteter Kulmer Platz eingeweiht

Beirat Gröpelingen wünscht Umbenennung in Mustafa-Karabacak-Platz

von links: Muhammet Tokmak, Beiratssprecherin Barbara Wulff (SPD), Karabacaks Töchter Halime und Emine sowie Kamil Karabacak

Spielwiese, Sitzgelegenheiten, Spielgeräte: Der Kulmer Platz in Gröpelingen wurde neu gestaltet und am 27.10.2022 von Anwohner*innen, Behördenvertreter*innen, Beiratsmitgliedern und Ortsamtsleitung eingeweiht. Als Quartiersplatz soll er in Zukunft als Treffpunkt und Freizeitort für die Menschen dienen, die in der Umgebung leben und arbeiten.
Mit dabei waren auch Angehörige von Mustafa Karabacak. Nach ihm soll der Platz zukünftig benannt werden, wenn es nach dem Beirat Gröpelingen geht. Denn Karabacak hat sich um Gröpelingen verdient gemacht. Der Sozialdemokrat, der bis zu seinem Tod 2021 im Quartier rund um die Bromberger Straße lebte, war als Betriebsrat der Klöckner Hütte (1972-1992) und Vorstand der Mevlana-Moschee (1981-2009) im Stadtteil aktiv, half wo er kann und erhielt 2012 das Bundesverdienstkreuz für seine Bemühungen um interkulturelle Verständigung, Integration und interreligiösen Dialog.

Bürgermeister Bovenschulte zu Besuch in Gröpelingen

Bibliothek, Waterfront, Stiftungsdorf: Am 01. September 2022 ist Bürgermeister Andreas Bovenschulte gemeinsam mit Beiratsmitgliedern und der Ortsamtsleiterin durch Gröpelingen "gereist". Er tauschte sich bei seinem Quartiersbesuch mit den Menschen aus, die sich für die Belange des Stadtteils einsetzen und nutzte auch die sie bietenden Gelegenheiten, um mit Bürger:innen ins Gespräch zu kommen. Station machte er zudem beim BürgerInformationsService und bei Gröpelingen Marketing e.V., bevor er im Stiftungsdorf Gröpelingen der Bremer Heimstiftung, wo er sich in einer Bürgersprechstunde mit den Fragen und Sorgen der Menschen aus Gröpelingen befasste.

Weser-Tunnel: Ringschluss soll das Güterverkehrszentrum dem Stadtteil näherbringen

Eröffnung frühestens 2026/2027

In nur 10 Minuten vom Güterverkehrszentrum (abgekürzt: GVZ) nach Oslebshausen: Der Weser-Tunnel und der Ausbau der A281 sollen das möglich machen. Im Juni 2022 wurden die Planungen dem Beirat Gröpelingen vorgestellt. frühestens 2026/2027 kann das Projekt abgeschlossen werden. Seit den 1980 Jahren wird bereits geplant und diskutiert, ein Projekt, das einen langen Vorlauf hatte.
Zudem wurde im Beirat darüber gesprochen, welche Effekte der Tunnenbau für den Stadtteil hat. Von der besseren Verkehrsanbindung der Hafengebiete und Industriegebiete im Westen an das GVZ erhofft sich die Wirtschaftsförderung Bremen wirtschaftliche Vorteile für beide Stadtteile: Logistik-, Hafen- und Industriebranche könnten von der Weseruntertunnelung profitieren.

Der Beirat Gröpelingen hat sich am 24.06.2019 konstituiert

"Wir sind in großer Sorge, dass das jahrzehntelange nachhaltige Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunftsländer, Muttersprache und Religionen in unserem Stadtteil empfindlich Schaden erleiden könnte. Seit vielen Jahren arbeiten Gröpelingerinnen und Gröpelinger für ein Klima der Toleranz und gegenseitiger Achtung. Das konfliktfreie Zusammenleben von Kulturen, Sprach- und Religionsgemeinschaften in Gröpelingen ist und bleibt das Ziel aller demokratischen Kräfte in unserem Stadtteil. Die in diesem Zusammenhang gemachten positiven Erfahrungen in Kindergärten, Schulen, Freizeitheimen und in der Nachbarschaft lassen wir uns nicht nehmen. Die Perspektivlosigkeit vieler Erwerbsloser und Jugendlicher darf nicht dazu führen, zu Hass und Diskriminierung gegenüber Teilen unserer Wohnbevölkerung aufzurufen.
Der Beirat weist jede Form von Volksverhetzung, wie religiös-, rassistisch-, ethnisch- oder homophob-motivierte Angriffe, zurück. Es gilt dem ein buntes vielfältiges Gröpelingen entgegenzusetzen, das die gesamte Kreativität und Vielfalt des Stadtteils widerspiegelt. Öffentliche Einrichtungen, Straßen oder Plätze können nicht als Forum für menschenverachtende Hasspropaganda zur Verfügung gestellt werden".
(verabschiedete Resolution anlässlich der Konstituierung)

Fährverkehr zwischen Walle (Überseestadt), Gröpelingen und Woltmershausen
Die saisonale Weserfähre von Hal Över pendelt zwischen Walle, Gröpelingen und Woltmershausen und verbindet die Stadtteile über die Weser wieder mit einem regelmäßigen Fährverkehr immer samstags, sonntags und feiertags von Mai bis September. Die Abfahrten erfolgen im 30-Minuten-Takt ab den Anlegern Pier2, Molenturm und Lankenauer Höft. FußgängerInnen und RadfahrerInnen aus ganz Bremen und dem Umland können neue Ausflüge und Radrouten ausprobieren, die nun nicht mehr am Weserufer enden müssen, da es hier fortan heißt: „Fährmann, hol över!“.